Soziales / Politik

 

Churer Stadtpark (Stadtgarten)

 

www.churtourismus.ch schreibt auf ihrer Website:

 

Flanieren und Spazieren kamen um 1850 gross in Mode. In Chur war das nicht anders, und hierzu diente denn auch der Stadtpark. Wenn die Grabplatten an den Mauern des Parks aber eher auf die letzte Ruhe als das tägliche Spazieren verweisen, ist das kein Zufall: Denn von 1529 an war hier ein Friedhof, der erst in den Jahren 1866 bis 1868 zum heutigen Park umgestaltet wurde. Ruhe und  Andacht fordern auch heute noch zwei Denkmäler: Das eine ist dem Dichter Johann Gaudenz von Salis (1762– 1834) gewidmet, das andere erinnert an die «Opfer ihrer Militärpflichterfüllung» während den Weltkriegsjahren.

 

Stadtpark heute: bekannt als Aufenthaltsort von Leuten, mit denen viele ChurerInnen nichts zu tun haben wollen. Für die einten ein Schandfleck, für Menschen in einer Notlage ein wichtiger Treffpunkt. Für michein Ort, wo ich Menschen mit Respekt begegne, mit denen ich diskutiere, musiziere, Frisbee und Federball spiele. Und wo ich in den Sommermonaten jeden Montagabend mit der Gruppe Arcas am Alphornproben bin. Und während wir Hörnler mal eine Pause machen, sind es die Randständigen, die dann unsere Hörner und Tibas und Gartenschläuche ausprobieren dürfen. Ein echter und interessanter Austausch für alle!  

 

Romina Beeli, Praktikantin in der Überlebenshilfe vom Juli 2011 bis Dezember 2011, schrieb ein Buch mit dem Titel: die Familie vom Stadtpark. 7 Portraits von Menschen, für die der Stadtpark ihre Heimat ist. Buch erhältlich bei Walter Lietha, Buchhandlung St. Karlihof, und bei Manuela und Herbert Horne Melcher, Esorterik World 24, Rathausgasse 6. Nach Romina Beeli’s Lesung aus ihrem Buch in der Werkstatt, 13.2.13, ist bei einigen ZuhörerInnen der Gedanke erwacht, sich für die BesucherInnen des Stadtparks zu engagieren.

 

Diese Adhoc-Pro-Stadtpark-Gruppe macht nun einen Anfang: jeden Mittwoch-Nachmittag (ab 19. Juni bis Ende Oktober 2013) von 14.00 bis ca 16.30 treffen wir uns im Stadtpark zum „Rendez-vous der Schwingungen“. Anwohnerinnen bringen Kaffee und Kuchen und Guetzli und Mineral mit, und wir diskutieren und planen und sinnieren und musizieren. Jung und alt und alle die sich präsent und spontan für den Mitmenschen interessieren, herzlich willkommen.